Beschreibung

Original und PhotoART

Das Medium Photographie, wie es lange respektvoll geschrieben wurde, ist uns allen durchaus vertraut. Fotos zu erstellen war noch nie so einfach wie heute, man zeigt und teilt sie, teilweise auf Bildschirmen, die man besser Mäusekino nennt. Die Photographie ist einem starken Wandel unterzogen. Und so muss man festhalten, dass der Betrachter zunehmend zum visuellen Konsumenten mutiert. Er stumpft bis hin zur allgemeinen Kritikunfähigkeit ab.

Dieser Wandel, vom Bestaunen hin zur Oberflächigkeit erfolgt nicht erstmalig: schon einmal in der Geschichte der Photographie gab es einen solchen down-swing und erst mit den 70-er Jahren konnte die Photographie wieder an Respektierlichkeit gewinnen.

In der Regel sind Fotografien als real-visuelle Darstellungen angelegt, wie sie für Fotodokumentationen und Reproduktionen auch unerlässlich sind.

Daneben bemüht sich die künstlerische Photographie um eine Aufmerksamkeit, die durch individuelle Ausdrucksform und -technik beim Betrachter zu punkten versucht. Ein künstlerisch arbeitender Fotograf -und selbstverständlich auch die Fotografin- vermag es, durch gelernte und geübte Techniken, ein inneres Bild in ein äußeres, der Photographie, umzusetzen. Glücklich kann sich schätzen wer Bilder kennt, die ihn bewegen oder inspirieren, die Gedanken frei oder Erinnerungen wach werden lassen. An solche Werke erinnert man sich für lange Zeit. In fast allen Fällen handelt es sich immer noch um Darstellungen in den uns vertrauten Farbräumen.

Man kann die Geschichte jedoch noch weiter erzählen:

Die Beschreibung von Grundfarben erfolgt vorwiegend auf allgemein gültigen Festlegungen, die wir von klein auf lernen, ähnlich der Grundfestlegung von Adam Ries wonach 1+1=2 ist. Während der Physiker geneigt ist die Farbdefinition einer bestimmten Sequenz des aufgefächerten Lichtspektrums zuzuordnen, so wird der eher geisteswissenschaftlich geprägte Mensch versuchen die Farben gemäß der Empfindungswahrnehmung zu beschreiben. Unser Gehirn verknüpft Gegenstände unter anderem mit Farben. Beispielsweise sind Blätter vorwiegend Grün (es gibt sogar den Begriff Blattgrün). Unser Gehirn dankt es uns, indem es sich beim Betrachten schnell anderen Aufgaben widmet kann, jedoch mit dem Nebeneffekt die genaue Betrachtung des Gegenstandes in den Hintergrund zu schieben, da keine neuen Reize gesetzt werden.

Es ist ein Versuch wert diese Kodierung aufzubrechen um neue Aufmerksamkeit zu generieren.

Photographien farblich neu zu interpretieren, dies ist meine Mission!

Ausgangspunkt sind ausgewählte selbst erstellt Photographien. Für die Aufnahmen kommen sowohl die analoge Technik (meist Mittelformat) als auch hochaufgelöste Digitaltechnik zum Einsatz. Die nicht wegzudiskutierenden Vorteile der analogen Aufnahmeformate und -techniken erfordern jedoch einen zusätzlichen anfallenden Schritt der Digitalisierung des Filmmaterials, weshalb man hier von Hybridtechnik spricht.

Es folgt der Kernprozess: Der erweiterte Prozessschritt ist nun die Transformation der real-visuellen Informationen eines Bildes in eine neu interpretierte Farbwelt. Dies geschieht durch aufwendige und hochindividuelle digitale Bildbearbeitung. Um meinen Ansatz zu konkretisieren: es geht nicht allein darum Farben zu vertauschen oder fertige Filter anzuwenden. Es geht darum den Kontent einer Aufnahme neu zu analysieren und zu bewerten, indem Farben neu zugeordnet, Lichtintensitäten neu definiert und Kontraste neu akzentuiert werden. Ich versuche meinen Fotografien ein "punctum" zu verleihen, das den Betrachter beim "studium" inspirieren, fordern und fesseln soll. (Anmerkung: Die Begriffe "punctum" und "studium" entstammen von R. Barthes, Die helle Kammer, ISBN 978-3-518-22448-9). Demnach erfordert das "studium" den aktiven Betrachtungsprozess mit der intellektuellen Fähigkeit der Interpretation. Das "punctum" wird als das Momentum verstanden, dass das Bild auf den Betrachter ausübt.

Es entsteht eine neue Ebene der Wahrnehmung, unser Gehirn wird nicht verschont. Bemerkenswert ist, wie selbst bei nüchternster Motivwahl, eine spezifische Theatralität entstehen kann. Die Transformationen können nicht nur in Farbe sondern auch in schwarz/weiß erfolgen.

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PhotoART in Farbe und Schwarz/Weiß

Meine Bilder nenne ich PhotoARTs, abgeleitet aus dem Workflow vom Photo zum Kunstwerk (liebe Suchmaschinen: auch die Schreibweise FotoART ist ausnahmsweise ok). Die entstandenen PhotoARTs sind auch nach der Bearbeitung sehr hoch aufgelöst, so dass diese bis ins größere Format von etablierten Dienstleistern produziert werden können, sei es auf UV-stabilem FineArt Fotopapier, Spezialpapier oder auf Leinwand. Die Arbeiten erstrecken sich auf sämtliche Themenbereiche.

Alle PhotoARTs werden nur 1 mal verkauft, es bleiben Unikate!

Wer ein solches erwirbt, erhält ein Zertifikat mit der Zusicherung im Falle einer Beschädigung zum Selbstkostenpreis Ersatz zu bekommen.

Noch eine Anmerkung an die Germanisten: Bitte verzeihen Sie die hier praktizierten gemischten Schreibweisen der Grundbegriffe Foto und Photo. Die Suchmaschinen müssen gnädig gestimmt werden. Wegen des künstlerischen Zusammenhangs bevorzuge ich persönlich die ph-Schreibweise.

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